Qualifizierte Erste Hilfe im ehrenamtlichen Umfeld

Grümpelturniere, ehrenamtliche Engagements und Vereinsfeste müssen für Erste Hilfe sorgen, können aber zumeist die finanziellen Mittel nicht aufbringen. JDMT hat dafür eine Lösung entwickelt.

Die Saison der Fussball-Grümpelturniere startet nächstens. Und auch andere Aktivitäten, die ehrenamtlich organisiert sind, stehen vor der Türe. Seien es Lager von Pfadfindern, Einachser-Rennen oder anderweitige Lokalfestivitäten. 

Alle diese Veranstaltungen finden nur statt, weil Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich dafür zu engagieren. Zu gering sind die Budgets der Veranstaltungen, um die Leistung professionell einzukaufen. 

Diese Problematik ergibt sich auch für den Bereich der sanitätsdienstlichen Betreuung. JDMT wirkt immer wieder quasi-ehrenamtlich an solchen Veranstaltungen mit, kann aber aus Budgetgründen längst nicht alle entsprechenden Anfragen für ehrenamtliche Arbeit positiv beantworten. 

Es muss anerkannt werden, dass derartige Veranstaltungen hier ein reales Problem haben. Der Dorfarzt will nicht mehr, die professionelle Equipe ist nicht zahlbar, gleichwohl muss für Erste Hilfe gesorgt sein.

JDMT hat daher das System für die betriebliche Erste Hilfe (First Aid by JDMT) auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten ehrenamtlicher Organisatoren angepasst. 

  1. Konzeptionell wird seitens JDMT eine Risikoanalyse vorgenommen. Ggf. wird festgestellt, dass die Notwendigkeit für Medical Professionals während der Veranstaltung gegeben wäre, der Veranstalter dies aber aus finanziellen Gründen nicht realisieren kann. JDMT zeigt dem Veranstalter auf, welche Risiken mit einem Verzicht auf Profis verbunden sind, bzw. welche Nachteile daraus entstehen (bspw. dass für eine Immobilisation das Eintreffen des Rettungswagens abgewartet werden muss, was zu einer Verzögerung des weiteren Spielbetriebs führen kann). 
  2. Der Veranstalter definiert genügend Ersthelfer, welche sowieso für die Veranstaltung anwesend sind. Exemplarisch für das Fussballturnier: OK, Festwirtschaft, Trainers, Schiedsrichter, Platzwarte, Teamleiter, ...). JDMT bildet diese dann aus in Ausbildung von minimal vier bis ideal acht Stunden. 
  3. JDMT stellt bei Bedarf die nötige Erste Hilfe-Ausrüstung zur Verfügung. Dabei soll auch sichergestellt sein, dass genügend AEDs auf dem Gelände verfügbar sind (AED-Dichte von 60 Sekunden). 
  4. Im Ereignisfall können die Ersthelfer analog zu betrieblichen Ersthelfern mit einer Fachperson von JDMT Rücksprache nehmen. Diese Rücksprache ist besonders nützlich, wo der Ersthelfer eine Rücksprache mit der Notrufleitstelle 144 für übertrieben erachtet und zur Risikoreduktion eines Fehlentscheids des Ersthelfers (bpsw. durch Nicht-Erkennen einer schwerwiegenden medizinischen Gefährdung wie ein so genannt Stummer Infarkt).
  5. Sämtliche Fälle werden dokumentiert und anhand der Dokumentation durch einen JDMT-Arzt im Sinne eines Qualitätsmanagements nachbereitet. Der Ersthelfer erhält in jedem Fall ein Feedback und der Veranstalter eine Gesamtauswertung. Diese hilft, Lehren zu ziehen für die Folgeaustragung der Veranstaltung.

 

Auch wenn JDMT diese Paketleistung nicht kostenlos erbringen kann, ist sie doch für Vereine und Ehrenamtliche betont günstig gehalten. So kostet das Basispaket mit Ausbildung von 4 Stunden, inkl. Ausleihe eines AEDs (1 Wochenende) und Erste Hilfe-Material, inkl. MwSt. CHF 500.00. Konzeption, telefonischer Fachsupport und Qualitätsmanagement sind im Preis inbegriffen. 

Wird Verbrauchsmaterial in relevanter Menge verbraucht, wird dieses zusätzlich verrechnet. Zusätzliche Kosten können entstehen durch Mehrbedarf an Ausrüstung (zusätzliche AEDs bei grösserem Gelände) und Ausbildung.